Im Test: Cake Pop Backblech - meine ersten Kuchenlollis

*Für Ungeduldige: das Fazit steht ganz unten ;o)*

Offensichtlich komme ich doch nicht um diesen Trend herum. Immer wieder stopler ich über ganz liebevoll verzierte Cake Pops zu allen möglichen Anlässen, und würde sie am liebsten gleich nachmachen - und dann hält mich doch wieder das Kuchenzerkrümeln und wieder zusammenrollen auf Abstand... ich geb´s zu: manchmal bin auch ich faul :o)

Die Cake Pop Maker sind mir auch schon is´s Auge gefallen - allerdings habe ich mich zuerst gegen ein weiteres Gerät in unserer Studentenküche geweigert (wo soll ich nur alles unterbringen???). Irgendwie habe ich mich nach kurzem Grübeln doch entschlossen das da was her muss.

Nachdem jedoch der Cake-Pop-Maker von Tchibo schon längst aus allen Regalen verschwunden war (logisch, dass alle den wollen^^) habe ich mich bei Amazon auf die Suche gemacht... Da war ich gründlich und habe auch die negativen Bewertungen gelesen habe ("das Gerät ist total billig verarbeitet", "wird aussen sehr heiß und beim Probebacken hat sich noch der Griff gelöst", ...) und mich kurzerhand doch noch für ein Cake-Pop-Blech entschieden, das bis zu meiner Bestellung nur gute Bewertungen hatte - und für den halben Preis im Vergleich zum Cake-Pop-Maker fand ich das auch akzeptabel.

Bestellt habe ich das Cake Pop Blech von Nordicware für knapp 18 €.

Es ist ca. 27 cm x 21 cm groß und zusammengesetzt 4 cm hoch und passt damit auch super in unseren Miniofen im Wohnheim - ein erster Pluspunkt also :o)
Insgesamt können mit diesem Blech 12 Cake Pops á 4 cm Durchmesser produziert werden - vorausgesetzt es funktioniert wie es soll - und das testen wir jetzt aus!

Ein Rezept wird zwar mit geliefert - ich habe mich aber für das von Kochbar.de entschieden (keine ahnung warum^^) Es ist ein einfaches Grundrezept und reicht für einen ersten Test vollkommen aus.
Für 12 - 14 Cake Pops braucht ihr:

1 Tasse Mehl
1/2 Tasse Zucker
1 Ei
1/4 Tasse Öl
1/4 Tasse Mineralswasser (mit Sprutz)
1 TL Backpulver
200 g Kuvertüre (Weiße, Vollmilch oder Zartbitter)
 wer mag:
Aroma (Rum oder Vanille)

 Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und den Zucker dazugeben und alles gründlich vermischen. Jetzt das Ei dazu und Öl und Wasser hinterher und alles mit dem Mixer zu einem weichen Teig vermischen. Wer mag, gibt noch das Aroma dazu und rüht nochmal alles schön durch. Jetzt kann der Form gefüllt werden aber HALT: Einfetten!! Und zwar auch den Deckel ;o)! Ich habe die Förmchen mit Öl ausgestrichen - empfehle aber BUTTER - die läuft nämlich nicht auf den Boden der Halbkugeln ;o) (war ja auch irgendwie blöd von mir^^) Zurück zum Füllen: Gefüllt wird die Hälfte ohne Löcher - Logisch :o). Ich habe die Förmchen mit einem Spitzbeutel und Lochtülle gefüllt - das ist am einfachsten. Natürlich geht das auch mit einem Löffel - die Halbkugeln sind ja groß genug. Aufpassen: Die Halbkugeln randvoll machen - sonst habt ihr keine schönen Kugeln. Deckel Drauf - Sicherung einschieben - ab in den Ofen für 10 Minuten bei 200 °C Ober- und Unterhitze - keine Umluft (keine Ahnung warum, das steht so bei Kochbar.de und ich befolge es lieber *grins*)

Nach dem Backen das Blech etwas abkühlen lassen - heiß kann man das eh nicht öffnen - da verbrennt ihr euch die Fingerchen ;o)
Nach einem kleinem Kampf hab ich dann auch den Deckel abbekommen.
Er hat etwas fest geklebt - wahrscheinlich hat der Teig am Decken etwas geklebt ... vermutlich weil ich das Blech mit Öl eingefettet habe statt mit Butter - ich denk mal das Öl ist zurück in die Mulde gelaufen so dass am Rand nix mehr war und da der Teig etwas geklebt hat.
Nach dem mir abwechseld heiß und kalt geworden ist hatte ich doch den Deckel ab und nur ein Pop musste dran glauben *puuuhh schwein gehabt*

Die untere Hälte habe ich dann vorsichtig mit einem Messer abgelöst - aber mit der nicht-scharfen Seite - ich will mir ja nicht die Beschichtung versauen... kleine Rückstände sind am Ende in beiden Hälften geblieben - ich hoffe mit Butter wäre das alles anders gewesen (ein zweiter Versuch wird mir nicht erspart bleiben - ich will nämlich zum Geburtstag welche auftischen und bis dahin ist nicht mehr lange Zeit...) Die Kanten der Kugeln musste ich mit dem Messer etwas stutzen - sonst war alles gut *puuuhhh*

Der Liebste konnte natürlich nicht an sich halten und musste schon ein Kügelchen naschen bevor sie mit Schoki überzogen waren - das war soo lustig: Er war der Meinung ein 4 cm Kuchenball passt im ganzen in den Schlund ...tut er auch aber kauen wird dann verdammt schwierig *lach* (ich fands ja sooo lustig)

Am Abend konnte ich dann doch meine 4 Buchstaben nicht still halten und habe 21 Uhr die Cake Pops noch glasiert - dabei habe ich total vergessen mich mit meiner Kamera zu bewaffnen und alles festzuhalten *hoppla* - entschuldigt.

Zuerst die Schoki hacken und in einem hohen Glas im Wasserbad schmelzen. Einen Holzspieß in die Kuvertüre tauchen und dann in die Kuchenkugel stecken und kurz fest werden lassen. Dann die Kügelchen nacheinander in die Schoki tauchen, die etwa abtropfen lassen und dann entweder mit den Kugel unten auf Backpapier setzen oder mit der Kugel oben in ein hohes Glas stecken.
Wer Deko drauf packen will muss sie sich vorm Glasieren bereit stellen und diese auf die noch feuchte Glasur streuseln - sonst hält die nicht.
Ich habe mich für weiße Schoki und braunen Zucker als Dekor entschieden - etwas anderes hatte der Haushalt meines Papa´s nicht zu bieten - Männer eben :o) ...
Bei mir war die Schoki fast etwas zu dickflüssig so dass die Glasur ziemlich dick war und demnach der Kuchenlolli total süß - ich habe alledings gelesen dass man etwas Kokosfett in die geschmolzene Kuvertüre geben kann, dann wird sie dünnlüssiger.

Zum Fazit:

Pro:
* Der Preis von  ca. 18 € ist im Vergleich zu anderen Cake Pop Makern akzeptabel
* Die kleine Form geht auch in einen Studentenofen *grins*
* Cake Pops sind damit offensichtlich machbar
* dank der Beschichtung ist das Aufwaschen auch gar nicht so schlimm

Contra:
* Loht es sich einen normal großen Backofen für so ein kleines Blech hochzuheizen?
* Die Pops auszulösen ist gar nicht mal so einfach - das könnte aber auch mein Fehler gewesen sein (womit wir wieder bei der Sache mit der Butter und dem Öl wären)
* 4 cm Durchmesser ist die absolute Grenze was die Größe angeht (meine Meinung) 

Tipps:

* Form mit Butter einfetten, nicht mit Öl
* Halbkugeln randvoll füllen - was zuviel ist kommt dann halt oben raus
* mit viiiel Geduld den Deckel ablösen (mir ist das auch schwer gefallen...)
* wenn die Glasur zu dickflüssig ist, mit Kokosfett "verdünnen "

Ob ihr euch so ein Backblech zulegt oder nicht ist letzendlich euch überlassen - mein erster Versuch hat mich wohlwollend gestimmt und ich habe das Blech nicht wutig in die Ecke geschmissen - es geht also :o)

Also dann frohes Gelingen!

Viele Liebe Grüße,
Christin

5 Kommentare:

  1. Danke für den Bericht! Ich bin auch immer am Überlgen, mir so ein Backblech zuzulegen. Scheint ja eine ganz sinnvolle Alternative zum Cake-Pop-Maker zu sein! :) Und das Ergebnis sieht zum Anbeißen leckern aus!

    LG, Ju von JuNi

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    1. Danke :)
      Ja sie sind ganz gut geworden :o) ich hatte ja befürchtet, dass ich das Blech wutig in die Ecke kracht, weil es nicht geht aber Glück gehabt^^ ...nur die Glasur ist etwas dick geworden und sie waren unglaublich süß, da werd ich in Zukunft Zartbitter oder so nehmen^^

      Liebe Grüße,
      Christin

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  2. Hi Christin,

    tolle neue Seite hast du da, so professionell! Deine Bericht und die Vorstellung des Bleches finde ich super. Habe auch schon mal überlegt, mir ein solches zu kaufen. Jedoch habe ich bisher Abstand davon genommen, weil mir gerade die Pops so gut schmecken, wo der Frischkäse und die Aromen zusammen mit den Kuchenkrümeln vermengt werden. Wie ist das denn bei den `nur`gebackenen? Ein muss bei cakepops ist natürlich die aromatisierte Schokolade, leider ziemlich teuer.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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  3. Halli Hallo :o)

    Danke für dein Kompliment!
    Ich muss geschmacklich noch etwas experimentieren die hier waren ja sehr einfach - etwas fruchtiges sollte auf jeden Fall in den Teig - ich wollte eine Marmeladenfüllung wie bei Pfannkuchen mal testen - oder Kirschen einbacken mal sehen und vielleicht Zuckerguss mit Zitrone statt weißer Schoki denn das war zu süß :) - vielleicht sollte ich doch mal aromatisierte Schoki kaufen nur um zu wissen ob es ein Unterschied ist^^

    viele Liebe Grüße,
    Christin

    ...So ein Frischkäsefan bin ich nicht aber vielleicht würde das ja auch mit Quark gehen

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